OB Dieter Salomon zum „World Cities Summit“ und zur „World Mayors Forum“ in Singapur eingeladen

Freiburger Oberbürgermeister referierte über nachhaltige Stadtentwicklung und Klimaschutzkonzept.

Salomon: „Kommunale Netzwerke werden für Erfahrungsaustausch und Kooperationen immer wichtiger!“

Als einziger deutscher Vertreter hat Freiburgs Oberbürgermeister Dieter Salomon an einer Tagung im südostasiatischen Singapur teilgenommen, die zu den weltweit wichtigsten Großstadt-Konferenzen gehört: Dem „World Cities Summit“ – zu deutsch: Weltgipfel der Städte - mit annähernd 1000 Kommunalfachleuten, Stadtplanern, Regierungsexperten und Wirtschaftsvertretern. In den zweiten Städte-Gipfel nach 2008 war das „World Mayors Forum“ integriert, zu dem rund 40 Bürgermeister, Gouverneure und Minister aus aller Welt angereist waren. Dieter Salomon war zu der Konferenz unter dem Leitmotto „Lebenswerte und nachhaltige Städte für die Zukunft“ von der Regierung des knapp 5 Millionen Einwohner großen Stadtstaates eingeladen worden, um in einem Forum über Freiburg als Modellstadt für nachhaltige Entwicklung zu referieren. Veranstalter des „World Cities Summit“ und des „World Mayors Forum“ war das „Centre for Livable Cities“ mit dem Entwicklungs- und Planungsministerium der Staatsregierung.

Im World Mayors Forum kam dem Freiburger OB die Ehre zu, im Rahmen eines Festbanketts als einer von fünf Podiumspodiumsteilnehmern zum Konferenzthema zu sprechen. Neben mehreren Ministern unter anderem im Publikum: Die Bürgermeister von Lagos und Mumbai, die zu den weltweit größten Städten gehören, sowie aus Melbourne, Phoenix, Tel Aviv, Bali, Bilbao, Colombo, Malmö, Yokohama und mehreren chinesischen Millionenenstädten. Zusammen mit dem schweizerischen Bern gehörte Freiburg zu den kleinsten teilnehmenden Städten.

„Für Freiburg war die Einladung eine große Ehre und eine einmalige Chance, die Ideen und Ziele der ‚Green City’ darstellen zu können. Es ist beeindruckend, dass Freiburg weltweit als Vorbild einer effektiven Umweltschutzpolitik anerkannt wird!“ – so das Resümee von Salomon nach der Rückkehr. Unabhängig von der Größe und Nationalität werden die gleichen Fragen in den Rathäusern diskutiert: Energie, Abfallwirtschaft, öffentlicher Nahverkehr, CO2-Emissionen, Wasserversorgung, Bevölkerungswachstum, der Verbrauch von Naturflächen durch die Siedlungsentwicklung oder Baustandards mit dem Ziel energiesparender Häuser. Die Zusammenkunft in Singapur habe einmal mehr gezeigt, dass kommunale Netzwerke der Information und des Erfahrungsaustauschs zunehmend wichtiger werden, um das Wissen und praktische Konzepte nutzen zu können. Dazu will Freiburg auch weiterhin einen Beitrag leisten.

Salomon: „Der ‚World Cities Summit’ hat eindrucksvoll unterstrichen, dass die Kommunen nicht auf nationale Gesetze und Hilfen warten können, sondern dass wir unsere Probleme selbst lösen müssen. Eine wirksame Klimaschutz- und Umweltpolitik, Nahverkehrsnetze oder eine nachhaltige und regenerative Energiewirtschaft sind die wichtigsten Stellschrauben für lebenswerte Kommunen mit Zukunft.“

In seiner Eröffnungsansprache hatte der Minister für Nationale Entwicklung, Mah Bow Tan, als Konferenzpräsident auf die besondere Verantwortung der Städte verwiesen. Bereits heute leben rund 50 Prozent der Weltbevölkerung in Städten, bis 2050 wird der Anteil auf 70 Prozent gestiegen sein. Schon jetzt gehen mehr als die Hälfte der klimarelevanten Emissionen von Städten aus.

Singapur als einer der am schnellsten wachsenden asiatischen Staaten mit überdurchschnittlicher Wirtschaftskraft strebt eine Schlüsselrolle in der kommunalen Zusammenarbeit an. Salomon: „In Südostasien ist eine ungeheure Dynamik spürbar, aber auch ein ausgeprägtes Bewusstsein in den Rathäusern, dass die kommunale Entwicklung nur nach dem Grundsatz der Nachhaltigkeit erfolgreich sein kann. Dazu sind Freiburger Ideen gefragt, aber wir können auch für die eigene Stadtpolitik lernen.“ Der für Planung und Entwicklung zuständige Minister Mah Bow Tan plant einen Besuch in Freiburg, um das Green-City-Modell vor Ort kennenzulernen.

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