Tschernobyl. Expeditionen in ein verlorenes Land 17. Dezember 2011 – 18. März 2012 im Augustinermuseum

Nach 25 Jahren ist Tschernobyl bei vielen in Vergessenheit geraten. Tschernobyl ist weit weg. Die Strahlenmessungen an den Sandkästen, die belasteten Lebensmittel, die eigene Hilflosigkeit gegenüber einer Bedrohung, die man nicht sehen, hören, riechen oder schmecken konnte - all das hat man verdrängt, bis die Bilder aus Fukushima uns gezeigt haben, dass Tschernobyl sich immer und überall wiederholen kann. Im Bewusstsein der Menschen war Tschernobyl eine Zäsur und bestätigte die Ahnung, dass dieser Weg ein gefährlicher Weg mit unübersehbaren Risiken war.

In Freiburg gab Tschernobyl den Anstoß zu einem Lokalen Energieversorgungskonzept mit dem erklärten Willen zum Ausstieg aus der Atomkraft und der Nutzung regenerativer Energien; andere Städte zogen nach. Aber Tschernobyl war, ungeachtet der kommunalen Anläufe zu einer Energiewende, keine wirkliche Zäsur in Politik und Wirtschaft, die in der Atomenergie eine fatale Symbiose miteinander eingegangen waren.

Wir erinnern uns an die Beschwichtigungen: Tschernobyl ist weit weg. Technik und Menschen haben auf eine tragische Weise versagt. Unsere Standards sind weitergehend, deutsche Kernkraftwerke sind sicher. Es gibt keinen Grund, sich Sorgen zu machen. Was in Tschernobyl passiert ist, kann niemals in einem deutschen Kernkraftwerk geschehen.

Fakt ist: Allen Protesten aus der Bevölkerung, und allen kommunalen Konzepten einer Energieversorgung ohne Atomkraft zum Trotz, ist wegen Tschernobyl in Deutschland kein einziges Atomkraftwerk abgeschaltet worden, und kein projektiertes AKW ist wegen Tschernobyl ernsthaft in Frage gestellt worden. Aber in Deutschland (einschließlich damaliger DDR) sind nach Tschernobyl rund ein halbes Dutzend Kraftwerke oder Kraftwerksblöcke in Betrieb genommen worden. Was den Anteil an Atomkraft in der Energieversorgung angeht, so steht Deutschland weltweit an vierter Stelle, und unsere französischen Nachbarn an erster.

Der in der rot-grünen Regierungskoalition beschlossene schrittweise Ausstieg ist 2010 unter veränderten politischen Mehrheiten wieder rückgängig gemacht und verwässert worden. Erst die Reaktorkatastrophe von Fukushima vom März 2011 hat eine wirkliche politische Kehrtwende und die faktische Abschaltung einer Reihe von Reaktoren bewirkt.
Hier verfing die Behauptung der technischen Überlegenheit nicht mehr in einem Land mit höchsten technologischen Standards und einer Risikovorsorge, die alle erdenklichen Schäden einschloss. Fukushima hat gezeigt, dass ein unvorstellbares Unglück schnell zur Realität werden kann.

Die eigentliche Tragik liegt darin, dass 25 Jahre nach Tschernobyl ein zweites Mal tausende von Menschen sterben und weitere -zigtausende obdachlos werden mussten, damit die Politik sich endlich ändert.

Freiburg gegen Rechts

„Gemeinsam gegen Rassismus – Schluss mit dem Naziterror“, so heißt der Aufrufs des „Freiburger Bündnisses gegen Rassismus und Diskriminierung“. Die Kundgebung findet am kommenden Samstag, den 10. Dezember, ab 12 Uhr, auf dem Platz der Alten Synagoge statt.

Angesichts der jetzt aufgedeckten Mordserie rechtsextremer Gewalttäter rufen die Initiatoren zu einem öffentlichen Protest gegen zunehmende rechte und rassistische Gewalt in Deutschland auf und treten für ein Verbot rassistischer und nazistischer Organisationen und Parteien ein.

Zusammen u.a. mit Stadtdekan Markus Engelhardt, dem Vorsitzenden des DGB-Kreisverbands Freiburg, Bernd Wagner, sowie dem Vorsitzenden des Migrantinnen- und Migrantenbeirats der Stadt Freiburg, Prof. Miguel Garcia unterstütze ich den Appell. Freiburg versteht sich als eine tolerante und offene Stadt, die allen Menschen unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion oder Kultur eine sichere Heimat ohne Diskriminierung sein will.

Gute Nachrichten für ganz Freiburg: 30 Mio. Euro mehr im Haushalt

Was sich bereits im Sommer abzeichnete, ist nun amtlich: Die Stadt kann 2011 und 2012 deutlich mehr Steuern und Finanzzuweisungen einnehmen als noch im Doppelhaushalt vom abzusehen war. So fließen 2011 knapp 30 Millionen Euro mehr in die Stadtkasse. 2012 sind es nach den Hochrechnungen der Stadtkämmerei sogar rund 36 Millionen Euro mehr. Die Folge: Die Neuverschuldung in beiden Jahren reduziert sich auf 11 Mio. Euro – ein Viertel des ursprünglichen Ansatzes. Die Schulden bleiben unter der Grenze von 300 Millionen.

Für ganz Freiburg eröffnen sich so neue Investitions-Spielräume: In beiden Jahren wird die „globale Minderausgabe“ von jeweils 6 Mio. Euro ausgeglichen, die ursprünglich im laufenden Betrieb eingespart werden sollte. Jährlich 5 Mio. Euro gehen an den Kommunalen Versorgungsverband, der die Beamtenpensionen finanziert. Mit dem Einkauf in das Vermögen kommt Freiburg den Verpflichtungen nach, die ohnehin in naher Zukunft fällig waren.

Für den Rest – in beiden Jahren jeweils 30 Mio. Euro – gilt unser „Masterplan“:
Mehreinnahmen fließen jeweils zur Hälfte in die Schuldentilgung und in Investitionen. Freiburg kann 2011 komplett auf neue Kredite verzichten und 2012 die Neuverschuldung erheblich reduzieren.

Die Mehreinnahmen gehen vor allem in Investitionen. Die Bauunterhaltung wird verbessert, zusätzliche Gelder gehen 2011 in die Sanierung des Augustinermuseums und der Hauptfeuerwache. 2012 wird die VAG mit 2 Mio. Euro für die Stadtbahnverlängerung Zähringen und das Sozialdezernat mit 1,5 Mio. Euro für den Bau von Flüchtlingswohnheimen in St. Christophe bedacht werden. Das Planetarium kann auf Ersatz für den maroden Projektor hoffen. Für viele kleinere Projekte wird es zusätzliche Gelder geben.

Zum besseren Verständnis: die Stadt muss zu Anfang des Jahres ihre Haushaltsplanungen von Hochrechnungen abhängig machen, erst gegen Ende des Jahres gibt es dann immer die sicheren Berechnungen. Und: die Mehreinnahmen, die wir nun 2011 zugewiesen bekommen, stammen aus den Steuereinnahmen 2009.

Energiewende für alle

Beim ersten badenova-Zukunftsforum mit Ministerpräsident Kretschmann am 03. November geht es darum, wie die regionale "Energiewende für alle" in Baden-Württembergs Städten und Gemeinden weiter vorangetrieben werden kann.

Die Frage, wie wir die nötige Energie umweltfreundlich und ressourcenschonend erzeugen können, ist auch eine Frage der Generationengerechtigkeit. Ich freue mich auf die Veranstaltung.

Freiburg ist ein guter Gastgeber

Der erste Besuch eines Papstes in der fast 900jährigen Geschichte Freiburgs war ein heiteres und friedliches Fest für alle Menschen.
Spürbar wurde dies am Samstag auf dem Münsterplatz, der Virgilfeier und beim Papstgottesdienst am Sonntag auf der Messe. Freiburg hat sich der Welt als gute Gastgeberstadt gezeigt.

Die Vorbereitung und Organisation waren nicht nur für die Kirche, sondern auch für Stadt und Polizei eine große, aber auch schöne Aufgabe. Im Vordergrund stand die bestmögliche Sicherheit des Papstes und der vielen Pilger und Besucher zu gewährleisten.

Ich möchte den Freiburger Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verständnis und die Akzeptanz der vielen dafür notwendigen Einschränkungen danken.
Die städtischen Ämter haben sich mit Freude an der Sache engagiert – nicht nur als amtliche Pflicht, sondern verbunden mit dem Ziel, dass die Pilger sich bei uns wohl fühlen. Die vielen wundervollen Bilder mit Ausstrahlung in die ganze Welt haben das bewiesen.

Das 1. United World College in Deutschland

Startschuss für das erste deutsche United World College in Freiburg. Die Väter und Gründer der Idee UWC sind Robert Bosch und der Reformpädagoge Kurt Hahn. Es ist die Idee einer internationalen Schule, in der junge Menschen aus aller Welt einen Teil ihrer Schulzeit miteinander leben und lernen, sich über den Schulalltag hinaus sozial, ökologisch oder kulturell engagieren und damit Gemeinsinn lernen und leben. Kurt Hahn hat Völkerverständigung, friedliches Zusammenleben und soziales Engagement als die tragenden Säulen des United World College genannt.

Der Bau des UWC am Wissensstandort Freiburg ist eine besondere und in Deutschland einmalige Bereicherung. Es gibt in Deutschland nur wenige Städte unserer Größenordnung mit einem so umfassenden Angebot an Schulen, Hochschulen und außerschulischer Bildung. Jetzt kommt mit dem UWC eine Einrichtung hinzu, die einen internationalen und damit farbigen Akzent in dieser Bildungslandschaft setzt. Für die Kartaus eröffnet sich heute die Perspektive auf eine gute Zukunft. Wie der Neubau aussehen soll, dafür hat der Wettbewerb gute Vorschläge erbracht, nun öffentlich zu sehen sind. Es wird eine gute und für den sensiblen Standort passende Lösung sein.

(Bild: Joergens.mi/Wikipedia - Originalfoto - Lizensvertrag)

Freiburg hat den Papst zu Gast

Der Besuch des Papstes ist ein besonderes Ereignis für unsere Stadt.
Ich erkenne das soziale Engagement der Kirche als sozialer Träger an, ohne die Einrichtungen in Trägerschaft der Kirche oder der Caritas wäre unsere soziale Infrastruktur sehr viel ärmer.

Gleichzeitig habe ich aber auch Verständnis für die friedlichen Proteste anlässlich seines Besuchs. Es ist allerdings ausschließlich die Aufgabe der Kirche, sich mit ihrer Haltung zu Lesben und Schwulen, zur Gleichstellung von Frauen und Männern oder zum Zölibat, der gesellschaftlichen Diskussion zu stellen. Und es ist allein ihre Sache, die Dinge zu ändern.

Mehr dazu unter: http://www.badische-zeitung.de/salomon-hat-verstaendnis-fuer-anti-papst-proteste

Energiewende live

Neun Stunden Diskussion mit Live-Übertragung auf "Phoenix" auf höchstem Niveau über die Zukunft unserer Energieversorgung ohne Atomkraftwerke: In der Ethikkommission der Bundesregierung unter Vorsitz von Klaus Töpfer hatte ich Gelegenheit, die Position der deutschen Städte zu vertreten. Freiburg ist von vielen Fachleuten als Vorzeigebeispiel gelobt worden. Mit unseren dezentralen Stadtwerken und Versorgern sind die Kommunen längst weiter auf dem Weg einer nachhaltigen Energiewirtschaft als die großen Konzerne. An der Energiewende führt kein Weg mehr vorbei.

Videos der Ethikkomission auf Phoenix (Youtube)

 

Dieter Salomon spricht für die Kommunen in der Ethikkommission „Sichere Energieversorgung“ in Berlin

Dieter Salomon wird in einem öffentlichen Hearing der Ethikkommission „Sichere Energieversorgung“ am 28. April in Berlin als Sprecher der Kommunen Stellung zu dem angestrebten Ausstieg aus der Atomenergie nehmen.
Die im März nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima von Bundeskanzlerin Merkel eingerichtete Kommission soll technische und ethische Aspekte der Atomenergie prüfen, einen gesellschaftlichen Konsens zum Atomaussteig vorbereiten und Vorschläge für den Übergang zu erneuerbaren Energien erarbeiten.

Nachdem die Ethikkommission jetzt eine erste Empfehlung zu einem möglichst raschen Ausstieg ausgesprochen hat, sind nun Fachleute aus Umweltverbänden, Energiewirtschaft, Wissenschaft und Organisationen der Erneuerbaren Energien eingeladen, um vor der Ethikkommission zu technischen, wirtschaftlichen, sozialen und gesellschaftlichen Aspekten einer sicheren Energieversorgung Stellung zu nehmen.

OB Dieter Salomon hat die kurzfristig vom Bundeskanzleramt ausgesprochene Einladung angenommen und wird in Berlin die Position der Städte und Gemeinden vertreten.

„Es ist nur zu begrüßen, dass auch die Kommunen in diesen Dialog einbezogen werden. Städte und Stadtwerke sind seit langem auf dem Weg zu einer Energiewende oder haben – wie in Freiburg – für die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger den Ausstieg längst geschafft.“

Die dezentrale Struktur kommunaler Stadtwerke und regionaler Versorger mit innovativen Konzepten für erneuerbare Energien sind ein Vorbild für einen grundlegenden Kurswechsel und für neue Wege in der nationalen Versorgung.

Die öffentliche Expertenanhörung am 28. April (9 – 20 Uhr) wird vom Fernsehsender Phoenix live übertragen.

Aus aktuellem Anlass:

Der Parlamentarische Abend der Thüga-Versorgungsunternehmen mit Bundestagsabgeordneten in Berlin stand ganz im Zeichen der Tsunami-Katastrophe in Japan und der atomaren Bedrohung der Menschen. 
Die Stadtwerke und kommunalen Versorgungsunternehmen im Thüga-Netzwerk haben 2010 davor gewarnt, die Laufzeiten längst abgeschriebener Atomkraftwerke zu verlängern, weil damit Blockheizkraftwerke und der Ausbau der erneuerbaren Energien behindert wird. Ich habe selten so viele nachdenkliche Gesichter bei den Abgeordneten gesehen, als die Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth über die Rolle der Städte und Gemeinden für eine nachhaltige, saubere und sichere Energiewirtschaft sprach. Aber es ist furchtbar, dass bis zum Umdenken erst eine Katastrophe solchen Ausmaßes passieren musste.

 

Viele gute Nachrichten für die nachhaltige Stadtentwicklung:

Das Wirtschaftsministerium hat die eingereichten Förderanträge zu den Sanierungsverfahren Soziale Stadt Alt-Haslach und Weingarten-West genehmigt.
Das bedeutet, dass die nachhaltige Stadtentwicklung jetzt weitergehen kann. Für Alt-Haslach steht noch die Umgestaltung der Markgrafenstraße im Fokus. Im Stadtteil Weingarten können wir die energetische Sanierung der Buggingerstraße 50 abschließen und mit ersten Maßnahmen im Binzengrün 9 beginnen. Das in den Startlöchern stehende Freiflächengestaltungskonzept für die Neue Mitte Weingarten wird ebenfalls in die Umsetzung gehen.

"Ich bin sehr froh, dass Bund und Land die Mittel im Rahmen des Städtebauprogramms 2011 bewilligt haben. Leider wurde der Antrag für das Zentrenaktivierungskonzept in Betzenhausen-Bischofslinde nicht bewilligt. Angesichts der städtischen Haushaltslage wird es nun sehr schwierig sein, den nun fehlenden Anteil von 1,3 Mio € zu stemmen. Die Stadt muss nun schauen, wie sie das für sie Notwendige umsetzen kann." [Dieter Salomon]

Startschuss zum BürgerForum 2011

Das von Bundespräsident Christian Wulff initiierte Bürgerbeteiligungsprojekt BürgerForum 2011 nimmt seine Arbeit auf. Zu der Fachtagung reiste auch Oberbürgermeister Dieter Salomon in die Hauptstadt. Begleitet wurde er von der Freiburger Studentin Verena Rogalski (22), die die Fahrt nach Berlin stellvertretend für die 400 BürgerForum-Teilnehmer / -innen aus Freiburg antrat.

Bundespräsident Christian Wulff begrüßte die Oberbürgermeister, Landräte und Teilnehmer / -innen aus den 25 Städten und Landkreisen persönlich. In Arbeitsgruppen diskutierten die mehr als 90 Gäste der Fachtagung über die Themen des BürgerForums und erarbeiteten erste inhaltliche Leitfragen für den weiteren Projektverlauf.

Oberbürgermeister Salomon: „Ein toller Auftakt für das BürgerForum und eine gute Einstimmung auf das erste Treffen der Freiburger Teilnehmerinnen und Teilnehmer voraussichtlich im März.“

Die Fachtagung im Schloss Bellevue ist der offizielle Startschuss für eines der größten Bürgerbeteiligungsprojekte in Deutschland. In den kommenden Monaten werden insgesamt 10.000 Teilnehmer / -innen aus 25 Städten und Landkreisen mitwirken. In Freiburg entwickeln 400 Bürger / -innen auf Veranstaltungen vor Ort und auf einer interaktiven Internetplattform Lösungsvorschläge für die drängenden Fragen unserer Zeit. Im Mittelpunkt des BürgerForums stehen dabei die Bildung, Integration, Demografie, Solidarität und Gerechtigkeit, Demokratie und Beteiligung sowie Familiäre Lebensformen.

Mitmachen beim Bürgerforum 2011 des Bundespräsidenten

Wie kann der gesellschaftliche Zusammenhalt in Deutschland künftig gefördert werden?
Bürgerinnen und Bürger sollen an dieser Diskussion beteiligt werden. Bundespräsident Wulff hatte die Idee dazu: es soll ein bundesweites BürgerProgramm erarbeitet werden.
Zu den sechs Themenfeldern Integration, Solidarität und Gerechtigkeit, Bildung, Demografie, Demokratie und Beteiligung sowie Familiäre Lebensformen sollen Bürgerinnen und Bürger diskutieren und ihre Ideen und Lösungsvorschläge dazu skizzieren.
Per Telefonaktion werden die Bürgerinnen und Bürger für eins von vielen bundesweiten Foren ausgewählt, neben Freiburgern dürfen in Baden-Württemberg auch Mannheimer Bürger und der Landkreis Göppingen mitmachen.

Ich begrüße die Initiative des Bundespräsidenten, das Bürgerforum 2011 wird einen fruchtbaren Dialog und viele gute Ideen hervorbringen.

Neujahrsempfang 2011

Rückblick und Ausblick beim Neujahrsempfang der Stadt. Rückblick auf ein gutes und erfolgreiches Jahr 2010 und eine Nachricht, die mich sehr gefreut hat.
Im letzten Jahr sind in Freiburg 4.400 Kinder zur Welt gekommen, so viele wie seit 1971 nicht mehr. Und der Ausblick auf ein neues Jahr, in dem wir gut aufgestellt sind. Auch wenn der Haushalt schwieriger wird als in den Vorjahren: Wir können weiter investieren, müssen beim Tempo allerdings einen Gang zurück schalten. Das bedeutet für unsere Nachhaltige Stadt:
Bildung, Klimaschutz, Wohnungsbau, Kultur und Beteiligung bleiben auch 2011 die politischen Schwerpunkte.

Ich wünsche allen Bürgerinnen und Bürgern alles Gute, Glück, Gesundheit, Erfolg und Zufriedenheit im neuen Jahr 2011!

Merkel und Sarkozy gipfeln in Freiburg

Die Deutsch-Französischen Regierungskonsultationen mit Bundeskanzlerin Merkel und Staatspräsident Sarkozy am 10. Dezember liegen gerade einige Tage zurück; für die Stadt und die Bürgerschaft war es eine große Ehre, Gastgeberin dieser hochrangigen Begegnung zu sein. Wir haben den Besuch beider Regierungen als Ansporn empfunden, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit fortzusetzen und zu intensivieren. Außerdem war es für uns eine gute Grundlage für das Großereignis des kommenden Jahres: Der angekündigte Besuch von Papst Benedikt XVI. im September in Freiburg.

Das betrifft ganz Freiburg:

Wir hatten vier wirklich gute Jahre bei den städtischen Finanzen. Und die haben wir gut genutzt, mit Rekord-Investitionen in Schulen, Straßen und wichtige Klimaschutzprojekte. Jetzt wissen wir: Der nächste Doppelhaushalt wird schwierig. Wir müssen Investitionen schieben und strecken und bei laufenden Ausgaben kürzen. Die Menschen fragen zu Recht nach dem Warum, wo doch die Konjunktur wieder anzieht und die Steuereinnahmen sprudeln.

Leider nicht bei uns. Die wichtigsten Eckdaten – Finanzausgleich und Einkommenssteuer – werden vom Land auf der Basis des Jahres 2009 berechnet. Das war das schlimmste Jahr der Finanz- und Wirtschaftskrise, das uns jetzt voll trifft. Auch wenn der Einbruch nicht überraschend kommt: Die Aufstellung des Doppelhaushalts 2011/2012 wird damit ungleich schwieriger als erwartet. Es wird bis zur Einbringung des Entwurfs am 8. Februar ein hartes Stück Arbeit, und wir werden häufig zu Wünschen aus der Bürgerschaft Nein sagen müssen. Nicht alles kann in der Geschwindigkeit angegangen werden, wie es sinnvoll wäre.

Nicht jedes Sparen spart wirklich

Wenn der Bundesbauminister bei den Fördergeldern zur Städtebauförderung 1 Euro streicht, dann gehen gleichzeitig 7 Euro für sinnvolle Investitionen wie z.B. in die energetische Sanierung verloren.

Im Sommer haben alle Städte und alle Bauminister der Länder davor gewarnt, die Zuschüsse zu halbieren. Jetzt bleibt es bei einem Minus von 25 Prozent, das ist noch schlimm genug. Bei uns in Freiburg trifft es vor allem die Sanierung von Weingarten-West und Haslach.

Das hat uns der Deutsche Städtetag mitgeteilt und wir bedauern das sehr.

Freiburg ist Bundeshauptstadt im Klimaschutz 2010

Nachhaltiges Engagement gewinnt - Klimaschutz beginnt auf der Ebene der Städte und Kommunen, das war und das ist unser Weg zur nachhaltigen Stadt: dieser Weg ist erfolgreich. Gerade hat Freiburg den Titel „Bundeshauptstadt im Klimaschutz 2010“ gewonnen. Das spornt an, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen.

Danke an alle in Freiburg und der Region, die aktiv mitmachen und sich für Klimaschutz und die nachhaltige Stadt einsetzen. Und vielleicht ist das ein Ansporn auch an diejenigen, die bislang skeptisch waren. Machen Sie mit: Freiburg gewinnt!

"City Dialogue" 18./19. Oktober 2010 Shanghai

Energieeffizienz und Nachhaltigkeit in den Städten der Zukunft

Dieter Salomon wird als einziger Oberbürgermeister einer deutschen Großstadt auf der Fachkonferenz
 „Energieeffizienz und Nachhaltigkeit in den Städten der Zukunft“ in Shanghai referieren. 
Sein Thema „Energieeffizientes Bauen in der Green City Freiburg“.

Die Konferenz mit Fachausstellung, ausgerichtet von der Deutschen Energie-​Agentur GmbH (dena) 
und vom Bundesbauministerium, versammelt hochkarätige Experten zum Thema „Nachhaltige Stadt“. 
U.a. sprechen Klaus Töpfer (Leiter UN-Umweltbehörde), Prof. Albert Speer (Stadtplaner) sowie 
der stellvertretende Bauminister Chinas, Zhou Ganzhi.
Am Rande der Konferenz wird sich Dieter Salomon auch mit Minister Peter Ramsauer austauschen.

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Bild: Dieter Salomon in Singapur

OB Dieter Salomon zum „World Cities Summit“ und zur „World Mayors Forum“ in Singapur eingeladen

Als einziger deutscher Vertreter hat Freiburgs Oberbürgermeister Dieter Salomon an einer Tagung im südostasiatischen Singapur teilgenommen, die zu den weltweit wichtigsten Großstadt-Konferenzen gehört: Dem „World Cities Summit“ – zu deutsch: Weltgipfel der Städte. [weiterlesen]

Bild: Tel Aviv

Austausch mit dem Bürgermeister von Tel Aviv

Wir stehen gerade in engem Kontakt mit Ron Huldai, dem Bürgermeister von Tel Aviv, der Hauptstadt Israels.

Bei meinen Besuchen dort ist mir vor allem eines aufgefallen: die optimistische Grundstimmung im Land. Nun hat Israel ja wahrlich genug Probleme mit sich und der Welt, aber die Menschen sind dennoch – oder gerade deshalb? – positiv gestimmt und blicken optimistisch nach vorne. [weiterlesen]

Bild: Dieter Salomon mit Horst Köhler auf der Expo 2010 in Shanghai

Mit Horst Köhler auf der EXPO 2010

Horst Köhler hat der Stadt Freiburg auf der EXPO in Shanghai eine besondere Ehre erwiesen hat: Entgegen dem strengen und straffen Protokoll, setzte Horst Köhler noch einen längeren Aufenthalt auf dem Freiburger Stand auf die Tagesordnung. Es war eine herzliche Begegnung. [weiterlesen]